Gozo: Fähre, Ġgantija, Ramla Bay und Dwejra - Preise und Tipps 2026

Von Malta nach Gozo fährt die Fähre täglich in rund 25 Minuten, und bezahlt wird erst auf der Rückfahrt: 4,65 Euro pro Person, 15,70 Euro für Auto und Fahrer. Auf der Insel stehen mit den Tempeln von Ġgantija Bauten aus der Jungsteinzeit, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Der rote Sandstrand Ramla Bay ist unverbaut, und in Dwejra, wo bis 2017 das Azure Window stand, badet man heute im Inland Sea oder taucht im Blue Hole.

Die Fähre

Die Fähren von Gozo Channel verbinden Ċirkewwa im Norden Maltas mit Mġarr auf Gozo. Laut Gozo Channel dauert die Überfahrt rund 25 Minuten. Der aktuelle Fahrplan gilt bis 8. November 2026.

TicketPreis
Erwachsene4,65 €
Kinder 3 bis 12 Jahre1,15 €
Kleinkinder bis 2 Jahregratis, Ticket trotzdem nötig
Auto bis 5,3 m samt Fahrer15,70 €
Auto samt Fahrer, nachts im Winter12,80 €

Preise für Hin- und Rückfahrt laut Gozo Channel, Stand September 2026.

Das Ticket gilt für beide Richtungen, entwertet wird es nur in Mġarr auf Gozo. Wer in Malta startet, fährt also ohne Kontrolle hinüber. Tickets für Auto und Fahrer gibt es nur online oder an den Schaltern in Gozo. Kinder- und Kleinkindertickets bekommt man ausschließlich am Schalter in Gozo. Der günstigere Nachttarif gilt von November bis März für Abfahrten ab Mġarr nach 20 Uhr bis zur ersten Fähre am Morgen, zu Fuß kostet die Fahrt dann 4,05 Euro. Nach Ċirkewwa kommt man mit dem Linienbus.

Ġgantija: Tempel aus der Jungsteinzeit

Auf der Hochebene von Xagħra stehen zwei Tempelbauten, die laut Heritage Malta in der späten Jungsteinzeit zwischen 3800 und 2000 vor Christus entstanden. Ġgantija gehört zu den sechs Megalithtempeln Maltas auf der Welterbeliste der UNESCO. Der Besuch beginnt in einem Informationszentrum mit Funden aus der Jungsteinzeit, ein Weg führt von dort zu den Tempeln. Erwachsene zahlen 10 Euro. Ein Café gibt es am Gelände nicht, Lokale finden sich ein paar Gehminuten entfernt am Dorfplatz von Xagħra.

Ramla Bay

Der Strand heißt auf Maltesisch Ramla il-Ħamra, der rote Sandstrand, und gilt laut Visit Gozo als schönster Strand Gozos. Er ist als Natura-2000-Gebiet mit seltenen Dünen geschützt und bis heute unverbaut. Ein paar Cafés und ein kleiner Stand liegen etwas zurückgesetzt. Unter dem Sand liegen römische Überreste. Hinunter kommt man von Xagħra oder von Nadur aus.

Dwejra, Inland Sea und Blue Hole

An der Westküste stand bis 2017 das Azure Window, ein Felsbogen, der dann ins Meer stürzte und heute ein Tauchplatz ist. Laut Visit Gozo gibt es in Dwejra drei Arten zu baden:

  • Inland Sea: eine Lagune in einer kreisrunden Senke, über einen 100 Meter langen Felstunnel mit dem Meer verbunden. Fischer fahren von hier mit Gästen auf Bootstouren hinaus.
  • Blue Hole: ein senkrechter Schacht im Fels, einer der bekanntesten Tauchplätze der Insel.
  • Dwejra Bay: eine tiefe, runde Bucht, beliebt als Ankerplatz für Boote.

Über der Bucht steht ein Wachturm von 1652, der den Fungus Rock bewachte, einen kleinen Felsen, auf dem eine begehrte Heilpflanze wuchs. Die Johanniter ließen seine Wände glätten, damit niemand hinaufklettern konnte. Bei rauer See sollte man laut Visit Gozo nicht zu nahe an den Rand der Küste gehen.

Anreise und Einreise

Malta ist EU- und Schengen-Mitglied, für Österreicher genügt der Personalausweis, die e-card gilt. Den Weg zum Flughafen und die Regeln fürs Handgepäck beschreiben die Beiträge Flughafen Wien und Flüssigkeiten im Handgepäck. Wer auf Malta Englisch lernen will, findet Informationen im Beitrag über Sprachreisen nach Malta.