Piran - Parken, Tartini-Platz, Salinen und Strände

Piran liegt an der slowenischen Adriaküste. Die Altstadt ist weitgehend autofrei, das Auto bleibt in einer Garage außerhalb, ein elektrischer Minibus fährt für einen Euro bis zum Tartini-Platz. Mit einem Pass um 13,50 Euro kommt man drei Tage lang auf die Stadtmauer, in die Kirche des heiligen Georg und auf ihren 46 Meter hohen Glockenturm. Wer mit dem Auto aus Österreich anreist, braucht dafür die slowenische Vignette, die Wochenvignette kostet 16 Euro.

Parken in Piran

In die Altstadt darf man nur kurz zum Ein- und Aussteigen, bis zu 15 Minuten sind dafür frei. Laut Tourismusverband Portorož und Piran kostet das Parken:

Parkplatzpro Stundepro Tag
Garage Arze2,00 €20,00 €
Garage Amfora (Fornače)3,20 €32,00 €
Stadtzentrum, März bis Oktober6,00 €-
Stadtzentrum, November bis Februar4,00 €-

Laut Tourismusverband Portorož und Piran. In der Garage Arze gilt der Stundentarif bis zu 10 Stunden.

Von der Garage Amfora fährt ein elektrischer Minibus für einen Euro zum Tartini-Platz. Die Stadtbusse in Piran fahren auf zwei Linien, Tickets gibt es an den grünen Automaten von Arriva oder im Bus, Bargeld wird nicht angenommen.

Der Tartini-Platz

Der große Platz im Zentrum war früher der innere Hafen der Stadt, der Mandraccio. Als Piran den 200. Geburtstag seines bekanntesten Sohnes feierte, war das Hafenbecken bereits zugeschüttet, und der neue Platz bekam den Namen des Geigers Giuseppe Tartini. Er wurde 1692 in Piran geboren und ist vor allem für die Teufelstriller-Sonate bekannt, eines der schwierigsten Werke für Violine. Sein Denkmal auf dem Platz schuf der venezianische Bildhauer Antonio Dal Zotto 1896. Die elliptische Form und den Belag aus weißem Stein bekam der Platz in den 1980er Jahren. Tartinis Geburtshaus, ein gotisches Haus am früheren Hafen, kann man besichtigen.

Die Kirche des heiligen Georg und ihr Glockenturm

Die Pfarrkirche des heiligen Georg ist die Hauptkirche der Stadt. Sie entstand im 14. Jahrhundert an der Stelle einer älteren Kirche, ihr heutiges barockes Aussehen bekam sie im 17. Jahrhundert. Der Glockenturm ist 46 Meter hoch und dem Campanile am Markusplatz in Venedig nachgebaut. Weil das Original in Venedig 1902 einstürzte und neu errichtet wurde, ist der Turm in Piran heute älter als sein Vorbild. Auf der Spitze steht der Erzengel Michael.

In der Kirche hängt das größte Ölgemälde auf Leinwand in Slowenien, das Martyrium des heiligen Georg von Giovanni Pagliarini aus dem Jahr 1841. Die Pfarre bewahrt Taufbücher seit dem frühen 16. Jahrhundert und Sterbebücher seit 1506 auf, schreibt der Tourismusverband. Sehenswert ist auch der Kreuzgang des Minoritenklosters des heiligen Franziskus.

Der Portorož Piran Pass

Für drei Tage ab dem Kaufdatum gilt der Portorož Piran Pass um 13,50 Euro pro Person. Er enthält:

  • den Eintritt auf die Stadtmauer von Piran
  • die Kirche des heiligen Georg mit Museum und Glockenturm
  • das Mediadom Pyrhani
  • eine Überraschung im Stadtcafé Mestna Kavarna

Die Salinen: 700 Jahre Salz

Piran lebte über Jahrhunderte vom Salz. Der Tourismusverband spricht von 700 Jahren Salztradition, erwähnt werden Salinen hier aber schon im Jahr 804. Die Salzarbeiter zogen mit ihren Familien jedes Jahr am 23. April in die Salinen und kehrten Ende Oktober zurück. Zwei Salinen kann man heute besuchen, laut Tourismusverband:

  • Salinen von Sečovlje: Im Landschaftspark wird noch nach traditioneller Methode Salz gewonnen. Führungen gibt es von April bis Dezember ab 6 Euro pro Person, dazu ein Salzmuseum über das Leben der Salzarbeiter.
  • Salinen von Strunjan: Salzgewinnung zwischen mediterraner Vegetation und Steilküste, Führungen ganzjährig ab 4 Euro pro Person.

Baden in Piran

In Piran badet man von Stein, Beton und Kies aus. Die Strände sind laut Tourismusverband frei zugänglich:

StrandUntergrundBesonderheit
FiesaKiesflaches Wasser, Schatten unter Pinien, Liegewiese
vor dem Hotel PiranStein und Betonnah an der Altstadt
RivieraBetonplatten, KieszugangBlick nach Savudrija in Kroatien
Fornačeteils Kies, teils Betonbarrierefreier Zugang

Den nächsten großen Badestrand hat Portorož: Der Zentralstrand ist frei und gilt als einer der barrierefreiesten Strände Sloweniens. Naturstrände wie die Mondbucht und Bele Skale liegen bei Strunjan.

Anreise aus Österreich

Auf Sloweniens Autobahnen braucht man eine E-Vignette. Sie wird online gekauft, laut DARS kostet sie 2026 für Autos:

E-Vignette PkwPreis
Woche16,00 €
Monat32,00 €
Jahr117,50 €

Für Motorräder gibt es eine Wochenvignette um 8 Euro. Mehr zu Vignetten und Maut in Europa steht im Beitrag Maut und Vignette in Europa 2026.

Fragen vor Ort beantwortet die Touristeninformation am Tartini-Platz 2, Telefon +386 5 673 44 40. Wer weiter an der Adria unterwegs ist, findet Tipps zum Camping in Kroatien.