Städtetrip München: Garten, Hofbräuhaus, Neuschwanstein

München bietet auf einem Städtetrip weit mehr als das Oktoberfest: Europas größten innerstädtischen Park, ein Bierhaus mit einer Geschichte bis ins Jahr 1589 und mit Schloss Neuschwanstein Bayerns meistbesuchtes Ausflugsziel, das im August 2026 seinen 75-millionsten Besucher seit der Eröffnung 1886 begrüßte.

Der Englische Garten

Kurfürst Karl Theodor ließ den ursprünglich als Militärgarten angelegten Park 1789 zum Volksgarten erklären. Mit rund 375 Hektar ist der Englische Garten einer der größten innerstädtischen Parks der Welt, größer als der Central Park in New York oder der Hyde Park in London. Gelaufen, geradelt, geritten und im Winter gerodelt wird hier ebenso wie am Kleinhesseloher See gerudert, dazu laden mehrere Biergärten zum Verweilen ein, etwa direkt am Chinesischen Turm.

Das Hofbräuhaus

Herzog Wilhelm V. gründete das Hofbräuhaus am 27. September 1589 zunächst ausschließlich zur Bierversorgung des bayerischen Hofs, erst 1828 öffnete König Ludwig I. es für die Bevölkerung. Während der Belagerung Münchens im Dreißigjährigen Krieg 1632 zahlte die Stadt den Schweden unter anderem rund 23.168 Liter Hofbräu-Bier als Teil des Lösegelds. Am Platzl bietet das Haus heute Platz für mehr als 3.500 Gäste gleichzeitig, bei traditioneller Tracht, Blasmusik und bayerischer Küche.

Schloss Neuschwanstein

Rund 120 Kilometer südlich von München, im Auftrag von König Ludwig II. erbaut, öffnete Schloss Neuschwanstein am 1. August 1886 erstmals seine Tore. Laut der Bayerischen Schlösserverwaltung zählte das Schloss im August 2026 seinen 75-millionsten Besucher seit der Eröffnung, jährlich kommen rund 1,1 Millionen Gäste, mehr als 70 Prozent davon aus dem Ausland. Damit ist Neuschwanstein das meistbesuchte Bauwerk der Schlösserverwaltung und lässt sich nur im Rahmen einer Führung besichtigen.

Der Viktualienmarkt

Auf königliche Entscheidung König Max I. Josephs vom 2. Mai 1807 entstand der Viktualienmarkt zwischen Heiliggeistkirche und Frauenstraße, weil der bisherige Markt am Marienplatz zu klein geworden war. Seit 6. November 1975 ist er Fußgängerzone, heute verkaufen dort auf rund 22.000 Quadratmetern zahlreiche Stände Backwaren, Fisch, Fleisch, Gewürze und Blumen mitten in der Altstadt.