Wellington: Weta Workshop, Rivendell und Te Papa

Wellington ist das Zentrum der neuseeländischen Filmindustrie: Im Stadtteil Miramar liegt Weta Workshop, die Spezialeffekt-Schmiede hinter „Der Herr der Ringe" und „King Kong", während im nahen Kaitoke Regional Park die Elbenstadt Bruchtal (Rivendell) errichtet wurde.

Weta Workshop in Miramar

1987 gründeten Richard Taylor und Tania Rodger als RT Effects einen kleinen Spezialeffekt-Betrieb, der 1993 mit dem Einstieg von Filmemacher Peter Jackson und Cutter Jamie Selkirk in Weta Workshop umbenannt wurde. Auf 5.400 Quadratmetern in Miramar entstehen bis heute Requisiten, Prothesen, Rüstungen und Miniaturen für internationale Produktionen. Laut Weta Workshop führt eine 90-minütige Studiotour durch die Werkstätten, vorbei an Originalrequisiten, bis in den Weta-Cave-Shop mit Sammlerstücken.

Kaitoke Regional Park: Bruchtal im echten Wald

Rund 45 Autominuten nördlich von Wellington liegt der Kaitoke Regional Park, wo für die „Der Herr der Ringe"-Trilogie die Elbenstadt Bruchtal (Rivendell) inmitten von Naturwald und der Flussschlucht des Hutt River errichtet wurde. Hier erholte sich Frodo von seiner Verletzung, hier fand der Rat von Elrond statt und die Gefährten brachen von hier auf. Ein geschnitzter Holzbogen und eine Infotafel markieren die einstige Filmkulisse, das Set selbst wurde nach den Dreharbeiten wieder abgebaut.

Te Papa Tongarewa: Neuseelands Nationalmuseum

Das 1998 eröffnete Te Papa Tongarewa entstand aus der Fusion des Nationalmuseums mit der Nationalen Kunstgalerie und zeigt heute mehr als zwei Millionen Sammlungsstücke, von Māori-Kultur bis zum berühmten Riesenkalmar. Für Einwohner Neuseelands ist der Eintritt frei, internationale Gäste zahlen 35 neuseeländische Dollar für ein 48 Stunden gültiges Ticket.

World of WearableArt: vom Provinzabend zur Designshow

1987 rief die Bildhauerin Suzie Moncrieff in Nelson die ersten World of WearableArt Awards ins Leben, ein Bühnenabend vor 200 Gästen. 2005 übersiedelte die tragbare Kunstshow wegen des großen Andrangs nach Wellington, wo sie mittlerweile laut WellingtonNZ rund 60.000 Besucher jährlich anzieht.

Cuba Street und der Bucket Fountain

Als bohèmehaftes Kulturviertel Wellingtons gilt seit 1995 offiziell die Cuba Street samt Fußgängerzone Cuba Mall, entstanden 1965 nach Stilllegung der dortigen Straßenbahngleise. Ihr Wahrzeichen ist laut dem Wellington City Council der 1969 aufgestellte Bucket Fountain, eine kippende Eimer-Skulptur, die bei ihrer Errichtung als „technischer Scherz" verspottet wurde und heute zu den meistfotografierten Motiven der Stadt zählt.