Hanoi isst auf der Straße: Nudelsuppe zum Frühstück, Bún chả zu Mittag, dazu Eierkaffee unter Bäumen. Der beste Ort dafür ist die Altstadt, ein einziger Quadratkilometer mit 36 Gassen, in denen jede Gasse auf ein Handwerk spezialisiert ist. Wer aus Österreich einreist, braucht ein Visum, das E-Visum gilt für bis zu 90 Tage. Vorsicht braucht es vor allem im Straßenverkehr, das Außenministerium warnt vor einem sehr hohen Unfallrisiko.
Zehn Gerichte, die man in Hanoi essen sollte
Die vietnamesische Tourismusbehörde nennt zehn Gerichte, die für Hanoi typisch sind, und für jedes eine Adresse in der Altstadt im Bezirk Hoàn Kiếm. Laut Vietnam Tourism:
| Gericht | Was es ist | Adresse |
|---|---|---|
| Phở | Reisnudelsuppe mit Rind oder Huhn, zum Rind Chilisauce und Knoblauchessig, zum Huhn Limette | Phở bò Khôi Hói, 50 Hàng Vải |
| Bún chả | gegrillter Schweinebauch und Fleischlaibchen in verdünnter Fischsauce mit Essig, oft mit Frühlingsrollen | 40 Cửa Đông |
| Bún đậu | knuspriger Tofu und frische Reisnudeln mit fermentierter Garnelenpaste | 6 Mã Mây |
| Chả cá | gewürzter, gegrillter Wels, am Tisch mit viel Frühlingszwiebel und Dill fertig gegart | Chả cá Thăng Long, 6B Đường Thành |
| Bún thang | klare Suppe mit vietnamesischem Schinken, Hühnerfleisch und Eierstreifen, ein Frühstück | Bún thang Bà Đức, 48 Cầu Gỗ |
| Bún cá | Reisnudeln mit gebackenem Tilapia in süß-saurer Brühe aus Ananas und Tomate | Bún cá Sâm Cây Si, 14 Trung Yên (Hàng Bạc) |
| Miến | zähe Glasnudeln aus Mungbohnen oder Süßkartoffel, in Brühe oder gebraten | Miến trộn, 6 Phùng Hưng |
| Mì vằn thắn | Nudeln mit Teigtaschen, Schnittlauch, Pilzen und Schweineschwarte | Gasse 16, Hai Bà Trưng |
| Nộm bò khô | süß-saurer Salat mit Rindfleisch-Jerky, grüner Papaya und Karotte, ein Nachmittagssnack | Long Vi Dung, 23 Hoàn Kiếm |
| Cà phê trứng | starker Robusta-Kaffee mit süßem Eischaum obenauf | Cà phê Giảng, Gasse 39, Nguyễn Hữu Huân |
Quelle: Vietnam National Authority of Tourism. Alle Adressen im Bezirk Hoàn Kiếm.
So funktioniert Streetfood in Hanoi
Gegessen wird zu festen Zeiten. Frühstück gibt es gleich nach Sonnenaufgang, mit heißen Nudelsuppen, Reisbrei und Klebreis. Mittag ist zwischen 11:30 und 13 Uhr, abends füllen sich die Stände zwischen 18 und 20 Uhr.
Die Regeln sind einfach, schreibt Vietnam Tourism:
- Erst essen, dann zahlen. Man bestellt vorne, sucht sich selbst einen Tisch oder Hocker und fragt beim Gehen nach der Summe.
- Würzen am Tisch. Auf den Tischen stehen helle Fischsauce, Knoblauch und Chili in Essig und oft eine Chilipaste. Zu Nudelgerichten gibt es gratis Kräuter und Salat: Minze, Koriander, Basilikum.
- Stäbchen abwischen ist ganz normal. Wenn man fertig ist, legt man sie zusammen oben auf die Schüssel.
- Den Stand auswählen: Tische, Boden und Besteck sollten sauber sein, die Zutaten frisch und ordentlich präsentiert. Viele Einheimische am Stand sind ein gutes Zeichen.
Am Abend trifft man sich an der Bia-hơi-Ecke, der Kreuzung von Tạ Hiện und Lương Ngọc Quyến in der Altstadt.
Was man in Hanoi sehen sollte
Zwischen den Mahlzeiten lohnen sich die Sehenswürdigkeiten. Laut Vietnam Tourism:
- Literaturtempel: 1070 von Kaiser Lý Thánh Tông zu Ehren des Konfuzius erbaut, ab 1076 die erste Universität der Stadt.
- Einsäulenpagode: 1049 errichtet, auf einer einzelnen Steinsäule in einem Lotosteich. Sie soll an eine Lotosblüte erinnern, die aus schlammigem Wasser wächst.
- Hoàn-Kiếm-See: Der Legende nach bekam hier ein Kaiser von einer goldenen Schildkröte das Zauberschwert, mit dem er die Ming-Dynastie besiegte. Über eine rote Brücke erreicht man den Ngọc-Sơn-Tempel auf einer Insel im See.
- Ho-Chi-Minh-Mausoleum: 1973 bis 1975 gebaut, nur am Vormittag geöffnet.
- Wasserpuppentheater: Die Aufführungen gehen auf das 11. Jahrhundert zurück und erzählen vietnamesische Volkssagen.
- Oper: um 1900 gebaut, das größte Theater Vietnams, 1997 renoviert.
- Frauenmuseum und Völkerkundemuseum: Das eine zeigt Trachten und Handwerk der letzten 100 Jahre, das andere den Alltag der 54 ethnischen Minderheiten Vietnams.
Einreise und Sicherheit
Für Österreicher gilt laut Außenministerium (Stand September 2026):
- Visum: Ein Visum ist nötig. Das E-Visum gilt für mehrfache Einreise und bis zu 90 Tage Aufenthalt, alternativ stellt die vietnamesische Botschaft in Wien eines aus.
- Reisepass: Er muss mindestens einen Monat länger gültig sein als das Visum. Bezahlt wird in Vietnamesischen Đồng.
- Sicherheitsstufe 2: Kleinkriminalität kommt vor allem in den Großstädten vor. Alleinreisende Frauen werden laut Ministerium in Hanoi vor allem in den Vierteln Tây Hồ und Altstadt belästigt.
- Straßenverkehr: sehr hohes Unfallrisiko. Wer selbst fahren will, braucht einen internationalen Führerschein, für alle Fahrer gilt ein absolutes Alkoholverbot.
- Gesundheit: Dengue-Fieber, Japanische Enzephalitis und Malaria kommen vor, Impfungen sind empfohlen.
- Versicherung: Mit Vietnam besteht kein Sozialversicherungsabkommen, eine Reiseversicherung mit Krankenschutz ist dringend zu empfehlen.
Was die e-card im Ausland abdeckt und was nicht, steht im Ratgeber zur Reiseversicherung. Wer Hanoi mit einer anderen asiatischen Großstadt verbindet, findet Tipps im Beitrag über Bangkoks grüne Oasen.