1979 wurde die Independence Hall in Philadelphia die erste Stätte mit Bezug zur US-Geschichte auf der UNESCO-Welterbeliste, ein Jahr zuvor hatte bereits der Mesa-Verde-Nationalpark in Colorado diesen Status erhalten, als eine der ersten Welterbestätten der USA überhaupt. Drei historische Ziele quer durchs Land.
Independence Hall und die Liberty Bell in Philadelphia
1753 als Sitz der Provinzregierung von Pennsylvania fertiggestellt, wurden in der Independence Hall sowohl die Unabhängigkeitserklärung von 1776 als auch die Verfassung von 1787 verhandelt und unterzeichnet. Laut National Park Service nahm die UNESCO das Gebäude 1979 nicht wegen seiner Architektur, sondern wegen der hier entstandenen, weltweit einflussreichen Gründungsdokumente in die Welterbeliste auf. Die berühmte Freiheitsglocke Liberty Bell steht seit 2003 in einem eigenen Besucherzentrum, dem Liberty Bell Center, nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
Mount Rushmore: vier Präsidenten aus Granit
Zwischen 1927 und 1941 meißelte Bildhauer Gutzon Borglum die Köpfe der Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln in den Granit der Black Hills von South Dakota. Laut National Park Service misst jeder Kopf rund 18 Meter, das gesamte, auf 5.725 Fuß Höhe gelegene Memorial erstreckt sich über 1.278 Acres. Borglum wählte die vier Präsidenten, um jeweils eine Epoche der ersten 150 Jahre amerikanischer Geschichte zu symbolisieren, von der Staatsgründung bis zur Überwindung des Bürgerkriegs.
Der Freedom Trail in Boston
Eine rund 4 Kilometer (2,5 Meilen) lange, in den Gehsteig eingelassene rote Linie verbindet in Boston 16 historische Stätten der amerikanischen Revolution, vom Boston Common bis zur Charlestown Navy Yard. Unterwegs liegen unter anderem das Massachusetts State House, die Old North Church, bekannt für Paul Reveres nächtlichen Warnritt, und die Faneuil Hall, ein historischer Markt und Versammlungsort.
Mesa Verde: 600 Klippenwohnungen der Ancestral Puebloans
Zwischen etwa 600 und 1300 nach Christus siedelten im heutigen Südwesten Colorados die Ancestral Puebloans, die ab dem 12. Jahrhundert kunstvolle Wohnanlagen in Felsnischen der Steilwände errichteten. Der 1906 gegründete und seit 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Mesa-Verde-Nationalpark verzeichnet mehr als 5.000 archäologische Fundstellen, darunter 600 Klippenwohnungen. Die größte und bekannteste, Cliff Palace, zählt 150 Räume und 23 Kivas, die runden, teils unterirdischen Zeremonialräume der Pueblo-Kultur.