Am 11. November 2026 wird die Route 66 100 Jahre alt. Die Straße führt über rund 2.400 Meilen, knapp 3.900 Kilometer, von Chicago am Michigansee bis Los Angeles am Pazifik und quert acht Bundesstaaten. Als Fernstraße gibt es sie seit 1985 offiziell nicht mehr, nachdem die Interstate 40 im Jahr davor das letzte Teilstück umgangen hatte. Geblieben sind mehr als 250 Gebäude, Brücken und alte Trassen, die im nationalen Denkmalregister der USA stehen.
Die Geschichte in Daten
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1926 | Am 11. November wird die US-Highway 66 festgelegt, die erste Allwetterstraße von Chicago nach Los Angeles. |
| 1930er | In der Weltwirtschaftskrise fliehen viele Verarmte über die Straße nach Westen, der Verkehr nimmt dadurch sogar zu. |
| 1955 | In den USA sind 52,1 Millionen Autos zugelassen, nach dem Krieg waren es 25,8 Millionen, das Geschäft an der Straße blüht. |
| 1984 | Die Interstate 40 umgeht das letzte Teilstück. |
| 1985 | Am 27. Juni wird die Route 66 aus dem US-Fernstraßennetz gestrichen. |
| 1999 | Der Kongress beschließt ein Programm des National Park Service zum Erhalt der Straße. |
Laut National Park Service: Route 66 Overview, Roadside Architecture und Corridor Preservation Program.
John Steinbecks „Früchte des Zorns“ prägten lange das Bild der Straße als Fluchtweg der Verarmten. Später wandelte sich das Bild laut NPS zur Straße der Freiheit und des Abenteuers.
Die acht Bundesstaaten
Die Route 66 führt durch Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien, vorbei an mehr als 300 Orten. Der National Park Service stellt auf seiner Seite Travel Route 66 über 100 historische Stätten nach Bundesstaaten sortiert vor.
Stationen, die man gesehen haben sollte
- Ariston Café, Litchfield, Illinois: Pete Adam und Tom Cokinos eröffneten das Lokal 1935, mitten in der Wirtschaftskrise. Das erste Ariston hatte es seit 1924 im nahen Carlinville gegeben, als die Route 66 nach 1930 nach Osten verlegt wurde, zog es nach. Adresse: 413 Old Route 66 N, laut NPS.
- 66 Drive-In, Carthage, Missouri: ein Autokino aus dem Jahr 1949.
- Threatt Filling Station, Luther, Oklahoma: eine um 1915 aus Sandstein gebaute Tankstelle für afroamerikanische Reisende auf der Route 66. Sie liegt drei Meilen östlich von Luther und ist laut NPS nicht öffentlich zugänglich, man sieht sie nur von außen.
- Tower Station und U-Drop Inn, Shamrock, Texas: 1936 für 23.000 Dollar im Art-déco-Stil gebaut, mit Tankstelle, Café und einem Turm mit Metalltulpe. Es war laut NPS das erste Geschäft an der neuen Route 66 in Shamrock. Heute betreibt es die Stadt.
- Phillips-66-Tankstelle, McLean, Texas.
- Blue Swallow Motel, Tucumcari, New Mexico: gebaut 1939.
- Rusty Bolt, Seligman, Arizona: ein Souvenirgeschäft an der Straße.
100 Jahre Route 66
Zum Jubiläum finden 2026 entlang der gesamten Strecke Feste statt. Den Überblick über die Termine in allen acht Staaten hat die Route 66 Centennial Commission. In Illinois ist am 11. November 2026 in Springfield eine landesweite Feier angekündigt.
Vor der Reise
- Einreise: Für die USA braucht man ein ESTA, das mindestens 72 Stunden vor dem Flug beantragt sein muss.
- Mietauto: Das Außenministerium empfiehlt den internationalen Führerschein, in manchen Staaten ist er Pflicht. Mietautos gibt es meist erst ab 25 Jahren.
- Nationalparks: Wer einen Abstecher zum Grand Canyon plant, zahlt als Besucher ohne US-Wohnsitz seit 2026 100 Dollar Aufschlag pro Person, außer man hat den Jahrespass.
Details dazu stehen in den Beiträgen USA-Roadtrip 2026, Nationalparks in den USA und Fernreisen: Einreise und Visum.