Bangkok Street Food: Jay Fai, Thip Samai und Yaowarat

Bangkoks Straßenküche hat es bis in den Michelin-Guide geschafft: Die Garküche Jay Fai trägt seit 2018 ununterbrochen einen Michelin-Stern, mehrere Garküchen im historischen Chinatown-Viertel Yaowarat halten seit Jahren den günstigeren Bib Gourmand.

Jay Fai: der erste Michelin-Stern für Street Food

Supinya Junsuta, bekannt als Jay Fai, übernahm in den 1960er-Jahren den Nudelstand ihrer Mutter an der Maha Chai Road und kocht dort bis heute selbst, erkennbar an ihrer Skibrille gegen die Hitze der Woks. Ihre knusprigen Krabben-Omeletts brachten der offenen Garküche 2018 als erstem Streetfood-Betrieb Bangkoks einen Michelin-Stern ein, den sie seither jedes Jahr verteidigt.

Thip Samai: die Pad-Thai-Legende seit 1939

1939 begannen Samai und Chote an der Kreuzung Pratu Phi mit dem Verkauf von Pad Thai, offiziell den Namen Thip Samai trägt das Restaurant seit 9. September 1966, nachdem der damalige Premierminister Plaek Phibunsongkhram das Gericht als „wahren und authentischen Geschmack von Pad Thai" gelobt hatte. Thip Samai gilt als Erfinder des Pad Thai Sen Chan mit Garnelenöl und in Ei gewickelten Tiefseegarnelen, bis heute an der Mahachai Road täglich außer dienstags von 9 Uhr bis Mitternacht geöffnet.

Yaowarat: 200 Jahre Chinatown-Küche

Als König Rama I. 1782 Bangkok zur neuen Hauptstadt machte, siedelte er die chinesische Teochew-Gemeinde um, die sich entlang der heutigen Yaowarat Road neu ansiedelte. Die Straße selbst ließ König Chulalongkorn (Rama V.) zwischen 1892 und 1900 anlegen, 1,5 Kilometer lang und 20 Meter breit. Am Abend verwandelt sich Yaowarat in eine durchgehende Garküchenmeile, mehrere Familienbetriebe halten seit Jahren den Michelin Bib Gourmand: Lim Lao Ngow erhielt die Auszeichnung von 2018 bis 2026 neun Mal in Folge, das auf einem Handkarren gestartete Nai Ek Roll Noodles, seit 1989 mit festem Lokal, 2018 und 2019.