Der Tango steht seit 2009 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit, gemeinsam eingereicht von Argentinien und Uruguay für Buenos Aires und Montevideo. Entstanden ist er unter den ärmeren Stadtbewohnern am Río de la Plata, aus einer Mischung europäischer Einwanderer, Nachkommen versklavter Menschen und einheimischer Criollos. Wer den Tango in Buenos Aires sucht, findet ihn nicht nur in Bühnenshows für Touristen, sondern vor allem in den traditionellen Milongas der Stadt.
Warum Tango Weltkulturerbe ist
Die UNESCO begründet die Aufnahme damit, dass Musik, Tanz und Poesie des Tango kulturelle Vielfalt verkörpern und fördern. Zur Gemeinschaft des Tango zählt die UNESCO Musiker, professionelle wie Amateurtänzer, Choreografen, Komponisten, Textautoren, Lehrende und die „lebenden Nationalschätze“, die die Kultur des Tango verkörpern. Er wird bis heute in den traditionellen Tanzsälen von Buenos Aires und Montevideo praktiziert und ist Teil der nationalen Kulturfeiern in beiden Ländern.
Historische Tango-Orte
Laut dem offiziellen Tourismusportal der Stadt Buenos Aires zählt El Viejo Almacén in San Telmo zu den bekanntesten Tango-Häusern. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1769, aus der Zeit des Vizekönigreichs Río de la Plata, 1969 kaufte es der Tangosänger Edmundo Rivero und machte daraus eine der wichtigsten Tango-Bühnen der Stadt.
Das Café Tortoni an der Avenida de Mayo bekam seine bis heute erhaltene Fassade 1898 vom Architekten Alejandro Christophersen. Im Keller finden Tango- und Jazzkonzerte statt, im selben Haus sind die Nationale Tango-Akademie und das Welttangomuseum untergebracht. Zu den weiteren „bares notables“, den denkmalgeschützten historischen Cafés mit Tango-Tradition, zählt auch El Querandí.
Einreise nach Argentinien
Für touristische Aufenthalte brauchen Österreicher laut Außenministerium kein Visum, der Reisepass genügt. Visumpflichtig sind nur Aufenthalte mit bezahlter Tätigkeit in Argentinien, etwa eine Arbeitsaufnahme oder bezahlte Auftritte als Künstler. Argentinien führt das Außenministerium mit Sicherheitsstufe 2. Mit Argentinien besteht kein Sozialversicherungsabkommen, eine Reiseversicherung, die alle Risiken abdeckt, ist vor Reiseantritt verpflichtend vorgeschrieben.