Die Altstadt von Havanna steht seit 1982 auf der UNESCO-Welterbeliste, gegründet wurde die Stadt 1519 von den Spaniern. Rund um fünf historische Plätze reihen sich Barock- und Kolonialbauten, dazu kommt ein Ring aus Festungen, mit denen die Spanier Hafen und Werft schützten. Weltberühmt wurde Havanna 1997 noch einmal durch die Musik: Das Album „Buena Vista Social Club“ entstand in nur sieben Tagen im altehrwürdigen Studio EGREM und verkaufte sich weltweit 8 Millionen Mal.
Die Altstadt: Welterbe seit 1982
Havanna wurde 1519 an der Nordwestküste Kubas gegründet und war ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts der größte Hafen der Region, im 18. Jahrhundert entstand hier die vollständigste Werft der Neuen Welt. Die UNESCO nahm die Altstadt 1982 auf 238,7 Hektar in die Welterbeliste auf, dazu kommt eine Pufferzone von 412 Hektar. Erhalten ist der historische Stadtgrundriss mit fünf großen Plätzen, jeder mit eigenem architektonischem Charakter: Plaza de Armas, Plaza Vieja, Plaza de San Francisco, Plaza del Cristo und Plaza de la Catedral. An ihnen stehen bedeutende Bauten wie die Kathedrale von Havanna, das ehemalige Kloster San Francisco de Asís und der Palacio de los Capitanes Generales.
Dazwischen liegt ein zusammenhängendes Ensemble aus Wohnhäusern mit Arkaden, Balkonen, schmiedeeisernen Toren und Innenhöfen. Zum Schutz der Stadt, des Hafens und der Werft entstand zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert ein Netz aus Festungen, darunter die Fortaleza de San Carlos de la Cabaña, eine der größten Kolonialfestungen Amerikas, und die 1558 begonnene Castillo de la Real Fuerza, eine der ältesten.
Buena Vista Social Club
Im März 1996 versammelte der Musiker Ry Cooder eine Gruppe kubanischer Veteranenmusiker in Havannas Studio EGREM aus den 1950er-Jahren. Laut Buena Vista Social Club nahmen sie in nur sieben Tagen das gleichnamige Album auf, das im Juni 1997 erschien und sich seither 8 Millionen Mal verkaufte. Mit dabei waren Sänger wie Ibrahim Ferrer und Omara Portuondo, Pianist Rubén González und Gitarrist Compay Segundo. 1999 drehte Wim Wenders darüber den gleichnamigen Dokumentarfilm.
Bis heute prägt Son cubano, aus dem viele der Stücke stammen, das Nachtleben der Stadt, ebenso wie Salsa in unzähligen Live-Bars der Altstadt und von Vedado.
Einreise: Visum und Touristenkarte
Österreicher brauchen für Kuba ein Visum, das laut Außenministerium persönlich bei der kubanischen Botschaft in Wien zu beantragen ist. Das Visum gilt nur für eine Einreise und muss bei der Ausreise erneut vorgezeigt werden, den QR-Code sollte man ausdrucken oder am Handy speichern. Zusätzlich ist ein Online-Formular zur Reiseregistrierung auszufüllen, die das Visum nicht ersetzt. Bei der Einreise muss man die geplante Ausreise mit einem Rückflug- oder Weiterreiseticket nachweisen, außerdem eine gültige Reiseversicherung, die alle Behandlungskosten in Kuba abdeckt. Bestätigungen von rein österreichischen Pflichtkrankenversicherungen werden nicht anerkannt.
Wichtig für Anschlussreisen in die USA: Wer sich in Kuba aufgehalten hat, braucht rückwirkend seit 12. Jänner 2021 für die USA ein Visum, ein ESTA reicht nicht mehr. Das gilt auch bei einem bloßen Flughafentransit über die USA.
Geld und Alltag
Westliche Kredit- und Bankomatkarten funktionieren in Kuba nicht, Geldabheben ist damit nicht möglich. Fast alle Leistungen, die nicht im Voraus bezahlt sind, etwa Ausflüge oder Tauchgänge, verlangen Bargeld in Fremdwährung, am besten Euro oder US-Dollar. Auch Supermärkte akzeptieren fast nur Devisen. Beträge über umgerechnet 5.000 US-Dollar müssen bei der Einreise deklariert werden.
Die Stromversorgung ist laut Außenministerium massiv eingeschränkt, Abschaltungen von 20 Stunden bis zu mehreren Tagen sind die Regel, dazu kam es zuletzt zu mehreren landesweiten Blackouts über ein bis zwei Tage. Das wirkt sich auch auf Wasser-, Warmwasser- und Internetversorgung aus. Mit Kuba besteht kein Sozialversicherungsabkommen, die e-card gilt dort nicht.
Das Außenministerium stuft Kuba mit Sicherheitsstufe 3 ein. Ausländische Staatsangehörige müssen sich jederzeit ausweisen können, eine Kopie des Passes genügt meist, für den Check-in in staatlichen Hotels braucht man aber den Reisepass im Original.