Vor den Toren Ulaanbaatars steht die größte Reiterstatue der Welt: 40 Meter hoch allein die Figur, aus 250 Tonnen poliertem Edelstahl, Dschingis Khan hoch zu Ross über der mongolischen Steppe. Die Hauptstadt selbst mischt sowjetische Plattenbauten mit buddhistischen Klosteranlagen und ist der Ausgangspunkt für praktisch jede Mongolei-Reise.
Die Dschingis-Khan-Reiterstatue
Rund 54 Kilometer östlich der Hauptstadt, bei Tsonjin Boldog, erhebt sich die Reiterstatue von Dschingis Khan: 40 Meter misst allein die Figur, mit dem Besucherzentrum im Sockel kommt sie auf 50 Meter Gesamthöhe. Gebaut wurde sie zwischen 2006 und 2008 aus 250 Tonnen rostfreiem Stahl, anlässlich des 800. Jahrestags des mongolischen Reiches. Der Sockel trägt 36 Säulen, die die 36 Großkhane symbolisieren, am Eingang stehen Statuen der neun Generäle Dschingis Khans.
Naadam: Weltkulturerbe der Menschheit
Das Naadam-Fest steht seit 2010 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes. Landesweit gefeiert wird es jedes Jahr vom 11. bis 13. Juli, im Zentrum stehen die drei traditionellen Wettkämpfe der Nomadenkultur: Pferderennen, Ringen und Bogenschießen. Dazu kommen Langgesang, Kehlkopfgesang (Chöömii), der Tanz Bie biyelgee und die Pferdekopfgeige Morin Khuur, allesamt tief in der nomadischen Kultur der Mongolei verwurzelt.
Gandan-Kloster und die Migjid-Janraisig-Statue
Das Gandantegchinlen-Kloster wurde 1835 vom fünften Jebtsundamba Khutugtu gegründet und zählt zu den bedeutendsten buddhistischen Klöstern der Mongolei. Sein Wahrzeichen ist die Migjid-Janraisig-Statue, eine 26,5 Meter hohe Darstellung von Avalokiteshvara, dem Buddha des Mitgefühls. Die ursprüngliche Bronzestatue aus dem frühen 20. Jahrhundert wurde 1938 von sowjetischen Truppen zerstört, erst 1996 konnte sie durch Spenden der mongolischen Bevölkerung neu errichtet und wiedereingeweiht werden. Die neue Statue ist mit 2.286 Edelsteinen und Goldblatt verziert.
Lage, Höhe und Klima
Ulaanbaatar liegt auf 1.350 Metern Höhe, mehr als 47 Grad nördlich des Äquators, und zählt laut NASA Earth Observatory zu den kältesten Hauptstädten der Welt. Die Winter sind lang und trocken, die Sommer kurz und feucht. Die Stadt liegt auf einer Zone mit sporadischem Permafrost, weshalb Jurten als Wohnform bis heute verbreitet sind: Sie kommen ohne Fundament in den oft gefrorenen Boden aus. Trotz der trockenen, hochgelegenen Lage kämpft Ulaanbaatar chronisch mit Wasserknappheit, 2009 wurde die Stadt zugleich von einer schweren Überschwemmung getroffen.
Einreise für Österreicher
Laut Außenministerium stuft Österreich die Mongolei mit Sicherheitsstufe 1 ein. Für touristische Aufenthalte bis 30 Tage brauchen Österreicher derzeit kein Visum, diese Regelung gilt vorerst bis 31. Dezember 2026. Wer länger als 30 Tage bleibt, muss sich innerhalb von 7 Tagen beim Amt für ausländische Staatsbürger registrieren und braucht vor der Ausreise zusätzlich eine polizeiliche Abmeldung sowie ein Ausreisevisum der konsularischen Abteilung des mongolischen Außenministeriums.