Linienflug vs. Charterflug: die wichtigsten Unterschiede

Wer als Urlauber typischerweise nach Mallorca, Kreta oder Ägypten fliegt, sitzt meist in einem Charterflugzeug, nicht in einem klassischen Linienflug. Der Unterschied liegt vor allem darin, wer die Maschine bucht und wie regelmäßig sie fliegt.

Linienflug: fester Flugplan, jederzeit buchbar

Beim Linienflug legt die Fluggesellschaft selbst Streckennetz, Frequenz und Abflugzeiten fest und veröffentlicht sie in einem festen Flugplan, unabhängig davon, ob ein einzelner Flug ausgebucht ist. Passagiere buchen direkt bei der Airline oder über ein Reisebüro und wählen zwischen verschiedenen Beförderungsklassen.

Charterflug: von Reiseveranstaltern gebuchte Bedarfsflüge

Ein Charterflug ist in der IATA-Terminologie ein „Non-Scheduled Traffic", ein Bedarfsflug ohne festen Linienflugplan. Laut Lufthansa City Center mieten dabei meist Reiseveranstalter größere Sitzplatzkontingente oder ganze Flugzeuge bei Airlines wie Condor, TUIfly oder Eurowings Discover, um sie im Rahmen von Pauschalreisen mit Hotel und Transfer zu einem Gesamtpreis zu bündeln. Charterflüge fahren deutlich seltener als Linienflüge, oft nur ein- bis wenige Male pro Woche, in der Hauptsaison entsprechend häufiger. Bleiben Plätze übrig, verkaufen Reiseveranstalter sie oft günstig als reine Flugtickets weiter, etwa als Last-Minute-Angebot.

Sonderfall Privatjet-Charter

Eine Sonderform ist der Charter eines gesamten Privatjets durch Einzelpersonen statt durch einen Reiseveranstalter. Hier bestimmen Reisende Abflugort, Zeitpunkt und Reiseroute selbst und können auch kleinere, näher am Ziel gelegene Flughäfen anfliegen, die für reguläre Linienmaschinen zu klein sind. Anbieter wie JetApp vermitteln solche Flüge, bei ausreichender Personenzahl kann sich der Preis pro Kopf dabei durchaus mit dem eines Linienflugs in der Business Class messen, da das gesamte Flugzeug unabhängig von der Passagierzahl zum Festpreis gemietet wird.