Bulgarien zahlt seit 1. Jänner 2026 mit Euro, ist Schengen-Land und bietet auf rund 380 Kilometern Schwarzmeerküste sowohl breite Sandstrände als auch, wenige Autostunden landeinwärts, schneesichere Skigebiete in Pirin- und Rilagebirge. Dazwischen liegen zwei UNESCO-Welterbestätten: das Rila-Kloster und die Altstadt von Nessebar.
Schwarzmeerküste: Goldstrand und Nessebar
Der Goldstrand liegt laut dem offiziellen bulgarischen Tourismusportal Visit Bulgaria 17 Kilometer nördlich von Varna, die Strandlänge beträgt rund 3,5 Kilometer bei einer Breite von bis zu 100 Metern, angrenzend an den gleichnamigen Naturpark. Nur 4 Kilometer entfernt liegt das in Fels gehauene Aladzha-Kloster. Weiter südlich, nahe Burgas, liegt die Altstadt von Nessebar auf einer Halbinsel: Die mehr als 3.000 Jahre alte Siedlung war ursprünglich eine thrakische Stadt, ab dem 6. Jahrhundert vor Christus eine griechische Kolonie und später eine der bedeutendsten byzantinischen Städte an der Westküste des Schwarzen Meeres. Seit 1983 steht die Altstadt auf der UNESCO-Welterbeliste, erhalten sind unter anderem eine Akropolis, ein Apollo-Tempel und Kirchen aus dem Mittelalter.
Vitosha und die Skigebiete
Direkt vor den Toren Sofias liegt der Vitosha-Naturpark, laut Visit Bulgaria seit 27. Oktober 1934 der erste Nationalpark Bulgariens und der gesamten Balkanhalbinsel. Der höchste Gipfel Cherni Vrah misst 2.290 Meter, zehn weitere Gipfel liegen über 2.000 Metern. Zwei Skizentren, Aleko auf 1.800 Metern und Konyarnika auf 1.507 Metern, teilen sich 29 Kilometer Skipisten. Weitere bekannte Wintersportgebiete liegen im Pirin-, Rila- und Rhodopengebirge im Süden des Landes.
Rila-Kloster: Bulgariens bedeutendstes Kloster
Das Rila-Kloster wurde im 10. Jahrhundert vom Eremiten Johannes von Rila gegründet, sein Grab wurde zur Wallfahrtsstätte und entwickelte sich zu einem Klosterkomplex, der im geistigen und gesellschaftlichen Leben des mittelalterlichen Bulgariens eine zentrale Rolle spielte. Nach einem Brand Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Anlage zwischen 1834 und 1862 neu errichtet und gilt seither als Wahrzeichen der bulgarischen Wiedergeburtsarchitektur des 18. und 19. Jahrhunderts. Die UNESCO nahm das Kloster 1983 in die Welterbeliste auf.
Einreise, Sicherheit und Währung
Laut Außenministerium brauchen Österreicher für Bulgarien kein Visum, ein gültiger Reisepass oder Personalausweis genügt. Das Land wird mit Sicherheitsstufe 1 eingestuft, dem besten Sicherheitsstandard. Mit Bulgarien besteht ein Sozialversicherungsabkommen, die e-card wird anerkannt, auch wenn Krankenhäuser nicht durchgehend österreichischem Standard entsprechen. Seit 1. Jänner 2026 ist Bulgarien Mitglied der Eurozone, der bulgarische Lew wurde zu einem fixen Kurs von 1,95583 Lewa je Euro abgelöst und ist seit 1. Februar 2026 kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr.