Für die beliebten Badeziele an Mittelmeer und Ägäis, Antalya, Dalaman, Izmir und Bodrum, braucht es kein Visum: Bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen reicht der Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Das Außenministerium stuft diese Urlaubsregionen mit Sicherheitsstufe 2 ein, für Gebiete näher als 10 Kilometer an der syrischen, irakischen oder iranischen Grenze gilt dagegen eine Reisewarnung der Stufe 4.
Einreise
| Thema | Regel |
|---|---|
| Visum | nicht nötig für bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen |
| Reisepass | bei Einreise mindestens 6 Monate gültig |
| Personalausweis | reicht nicht, nur der Reisepass wird akzeptiert |
| ID Austria | gilt derzeit nur in Österreich |
| Kinder ohne beide Eltern | brauchen eine Einverständniserklärung plus Kopie der Geburtsurkunde |
Laut Außenministerium, Stand September 2026.
Bei der Einreise sollte man Einreisestempel und -datum im Pass gleich kontrollieren, Fehler dabei können später zu Strafen oder einem Einreiseverbot führen.
Sicherheit je nach Region
- Stufe 4, Reisewarnung: Gebiete weniger als 10 Kilometer von der Grenze zu Syrien, zum Irak oder zum Iran entfernt.
- Stufe 3: trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen bleibt vor allem in Großstädten das Risiko von Terroranschlägen.
- Stufe 2: der Rest des Landes, auch die Urlaubsorte an Mittelmeer und Ägäis. Diese liegen mehrere hundert Kilometer von der Grenze zu Syrien und zum Irak entfernt und sind von den Konflikten dort nicht betroffen, eine latente terroristische Bedrohung besteht laut Außenministerium aber überall im Land.
In Istanbul rät das Ministerium, das Auto nur auf bewachten Parkplätzen abzustellen, wenig Bargeld und keinen wertvollen Schmuck mitzuführen und bei Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit besonders wachsam zu sein. Der Notruf ist überall 112.
Was man beachten sollte
- Meinungsäußerung: Regierungskritische Kommentare, auch das Teilen oder Liken fremder Beiträge in sozialen Medien, können strafrechtlich verfolgt werden, etwa wegen Beleidigung des Staates oder seiner Institutionen.
- Antiquitäten: Die Ausfuhr historischer und archäologischer Gegenstände, von alten Münzen bis zu Steinen aus antiken Bauwerken, ist strikt verboten und wird mit Gefängnis geahndet. Teppiche und ähnliche ethnografische Stücke sollten nur mit einem Attest eines staatlichen türkischen Museums ausgeführt werden.
- Fotografieren: Sicherheitszonen und Sperrgebiete, die nicht immer klar gekennzeichnet sind, darf man weder betreten noch fotografieren.
- Drogen: Schmuggel und Besitz werden mit hohen Haftstrafen bestraft. Von der Mitnahme fremder Pakete rät das Ministerium dringend ab.
Waldbrand und Erdbeben
Von Frühling bis Herbst drohen vor allem im Süden Waldbrände. Wer im Wald Feuer entzündet oder unvorsichtig mit brennbaren Gegenständen umgeht, riskiert eine Geld- oder bis zu dreijährige Haftstrafe. Aktuelle Warnungen liefert das europäische Waldbrandinformationssystem EFFIS. Bei Starkregen kann es zu Überschwemmungen kommen, betroffene Gebiete sollte man großräumig meiden. Die Türkei liegt zudem in einer seismisch aktiven Zone, jederzeit kann es zu Erdbeben kommen.
Krankenversicherung
Mit der Türkei besteht kein Sozialversicherungsabkommen. Mit einem zwischenstaatlichen Betreuungsschein der österreichischen Sozialversicherung sind Behandlungen in staatlichen Spitälern der türkischen Sozialversicherung möglich, private Kliniken verlangen die Kosten sofort. Das Außenministerium rät dringend zu einer Reiseversicherung, die alle Risiken abdeckt, mehr dazu im Ratgeber Reiseversicherung.